Unsexieness kills!

 

Unsexieness kills! Ein vorosterlicher Appel an den Konsumenten!

„Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) geht davon aus, dass weltweit rund ein Drittel der für den menschlichen Verbrauch produzierten Lebensmittel verloren gehen oder weggeworfen werfen. Dies würde einer Menge von etwa 1,3 Milliarden Tonnen pro Jahr entsprechen. Gleichzeitig leiden nach FAO Schätzungen rund 925 Millionen Menschen an Hunger und Unterernährung.“

[Quelle: Universität Stuttgart Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft]

Völliger Irrsinn – oder?

Herzlich Willkommen im Konsumwahn!

Ostern steht ins Haus. Gemeinsam mit Weihnachten, das wohl wichtigste Fest des Christentums. Vor diesem Hintergrund will ich auf einen Umstand hinweisen, der mir seit geraumer Zeit vermehrt auffällt. Mich als Gastronom und Wochenendarbeiter betrifft das Thema eher selten, doch nicht nur mir fällt es auf. Zumindest schließe ich darauf, da sich ein großer Teil regelmäßig darüber lustig macht. Und zwar vermehrt vor Weihnachten, verlängerten Wochenenden oder eben vor Ostern.

Es geht, natürlich, um Angstkonsum… Hamstern… Sich überversorgen… Wie auch immer man das Kind taufen mag. Die Menschen kaufen als gäbe es kein Morgen mehr. Oder besser: Als gäbe es ganz viele Morgen, doch ohne dass je wieder ein Lebensmittelgeschäft öffnete. Nun ist diesem Verhalten nicht zwingend etwas Negatives anzuhaften (von überfüllten Supermärkten abgesehen), wenn die Hamsterkäufer mit den ganzen angehäuften Lebensmitteln gescheit umgehen würden. Jedoch sind die, natürlich, nach 4 bis 5 Tagen nicht mehr ganz so ansehnlich.

Was passiert also mit den Lebensmitteln, die durch unser empfindliches und überästhetisiertes Raster fallen, obwohl sie noch vollkommen in Ordnung sind?

Korrekt, zumeist passiert die Mülltonne!

Wir Menschen sind nun mal sehr subjektiv. Unattraktive Lebensmittel sind nicht sexy. Sei es krummes Gemüse, Obst mit Druckstellen, oder Gemüse dessen Zellstruktur etwas verweichlicht ist. Doch heutzutage muss eben auch Essen sexy sein.

Und was nicht mehr sexy ist, wird einfach ausrangiert.

Bezugnehmend auf das einleitende Zitat, erlaube ich mir folgenden Ausspruch:

Unsexieness kills!

Harte Worte, aber leider wahre Worte. Die zumindest zum Nachdenken anregen sollten. Denn natürlich gibt es eine Alternative zum Hamsterkauf-und-Wegwerf-Kreislauf. Und der braucht gar nicht viel, nur ein bisschen Achtsamkeit. Schon mit wenigen kleinen Updates des eigenen Verhaltens kann jeder von uns seinen Beitrag leisten.

Zum Beispiel:

In diese Sinne – Frohe Ostern euch allen!

Euer Vince

P.s.: Eure überschüssigen Ostereier sind – gekocht – im Kühlschrank sehr lange haltbar. Und das passende Rezept habe ich auch für Euch:

Eiersalat

Zutaten:

  • Gekochte Eier
  • Etwas Mayonnaise
  • Zwiebelwürfel
  • Senf
  • Essig
  • Salz, Pfeffer
  • Gehackte Petersilie

Zubereitung:

  • Die Eier schneiden
  • Mayonnaise, Zwiebelwürfel, Senf, Essig, Salz, Pfeffer, gehackte Petersilie verrühren
  • Die geschnittenen Eier unterheben und abschmecken