“Gibt es eine Deutsche Küche?”, wird die Frage in den Raum geworfen. Wenn wir die aktuelle Situation in den Profiküchen betrachten, ist das die letzte Frage, über die wir unsere Philosophenköpfe hier in Deutschland zusammen stecken müssen. 

Denn wenn sich an Arbeitszeitmodellen, Arbeitsphilosophie, Work-Life-Balance, Führungsstilen und vor allem Ausbildungsmodellen nichts ändert, wird es in 20 oder 30 Jahren keine KöchInnen mehr geben, die sich mit der großen Frage unseres kulinarischen Landstrichs auseinandersetzen. 

Es wird keine Köche mehr geben, die sich mit Texturen und Kombinationen von Produkten befassen, mit Sensorik und der Herkunft und dem Anbau von Gemüsen. Es wird keine Küche mehr geben, in der besprochen wird, welcher Garprozess am besten passt, welche Nuancen dieses oder jenes unterstreichen würde, wie was in dem einen oder anderen Teil der Erde zubereitet wird und wie wir es in unser kulinarisches Weltbild neu verorten können – zumindest nicht im großen Rahmen – denn es wird einfach keine ausgebildeten Köche oder Köchinnen mehr geben!

#Unfuckgastronomy

Zu diesem Thema durfte ich letztes Jahr während der digitalen Version des Symposiums der Gemeinschaft einen kurzen Impuls halten, den ich nun bei Youtube live geschaltet habe,

Auch wenn ich im Video recht entspannt von der Couch aus referiere, ist es um meinen Gemütszustand, wenn es um die Zukunft der Gastronomie bestellt ist etwas anders bestellt.

Es brodelt an allen Ecken und dabei sind wir erst am Anfang des merklichen Teils einer hausgemachten Krise!

Viel Spaß mit dem Video!

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